Herz- Kreislaufstillstand


Die Reanimation

Wenn ihr bei der Untersuchung eines augenscheinlich bewusstlosen Hundes keinen Herzschlag sehen oder ertasten können, müsst ihr sofort handeln. 
Sucht nicht lange nach der Atmung – ein Tier ohne Herztätigkeit atmet nicht mehr.
Bringt den Hund, wenn möglich, in rechte Seitenlage und streckt den Kopf. 
Der Fang wird geöffnet und die Zunge weit hervor gezogen.
Der Fang wird beim Beatmen geschlossen und dabei die Zunge eingeklemmt. 
Kniet euch zwischen die Vorder- und Hinterbeine vor die Brust des Tieres. Die Handballen der linken Hand werden einige Zentimeter hinter dem Ellbogen auf die Brust aufgelegt. 
Die rechte Hand legt ihr auf die linke.
Jetzt drückt pumpend auf den Brustkorb – Rhythmus: ca. 80-100 mal pro Minute. 
Bei kleinen Tieren kann man das auch mit nur einer Hand machen. 
Neben der Herzmassage muss man natürlich auch immer wieder beatmen. 
Dazu wechselt man ab: 20 mal Herzmassage 2–3 mal Beatmung durch die Nase, hierbei wird der Fang geschlossen und die Zunge eingeklemmt.
Nach jeweils 2 Minuten unterbricht man das ganze, um festzustellen, ob die Herztätigkeit wieder eingesetzt hat. 
Bringt den Hund unverzüglich zum Tierarzt. 
Auf dem Transport muss die Herzmassage und die Beatmung fortgesetzt werden, bis es zur selbständigen Herztätigkeit kommt oder ihr beim Tierarzt eingetroffen seid. 

Zusammengefasst
a) rechte Seitenlage
b) Kopf strecken, Fang öffnen, Zunge hervorziehen
c) Herzmassage, 80-100 mal pro Minute, 20 mal Drücken, 2-3 mal Beatmen 
d) nach 2 Minute unterbrechen zur Kreislaufkontrolle
e) Transport zum Tierarzt

Wann macht man keine Wiederbelebungsversuche mehr 

1. Wenn das Tier eindeutig schon längere Zeit tot ist, länger als 5-7 Minuten.
2. Weite, lichtstarre Pupillen, oft auch schon entrundet.
3. Wenn es sich schon kalt anfühlt.
4. Wenn die Leichenstarre schon begonnen hat.