Zecken, Flöhe und andere Parasiten

 


Immer und überall wird über einen wirksamen Schutz unserer Vierbeiner gegen Zecken, Flöhe, Läuse, Haarlinge und andere Parasiten diskutiert.

Um es gleich vorwegzunehmen, einen 100%igen Schutz wird es nicht geben

Trotzdem möchte ich hier einmal die drei, wie ich meine, gängigsten und sichersten Mittel gegenüberstellen, so dass man vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe für die Zukunft an der Hand hat.

Im Einzelnen handelt es sich um:

Scalibor (Deltamethrin) Exspot (Permethrin) Frontline Combo (Fipronil + S-Methopren)

Eine Nachfrage in der Tiermedizinischen Hochschule Hannover hat ergeben, das alle drei Mittel gegen die gleichen Parasiten wirken sollen, dies aber in unterschiedlicher Weise und Dauer.

Scalibor

Der Wirkstoff "Deltamethrin" verteilt sich innerhalb mehrerer Tage über den Fettfilm der Haut. Erst dann ist ein ausreichender Schutz aufgebaut. Man muss also das Halsband früh genug anlegen.
Der Wirkstoff ist Wasserunlöslich, der Hund darf also weiterhin schwimmen gehen.
Wird er mit einem fettlöslichen Shampoo gebadet, wird der Schutz geschwächt oder sogar ganz unterbrochen und muss sich erst wieder aufbauen.
Scalibor darf nicht bei Katzen angewendet werden und sollte auch nicht angewendet werden, wenn Katzen engen Kontakt mit dem Halsband tragenden Hund haben.
Scalibor ist für Kinder ungefährlich.
Scalibor besitzt einen so genannten >Repellens-Effekt< dazu später.

Exspot

Der Wirkstoff Permithrin verteilt sich innerhalb von 24h und lagert sich, ohne in den Blutkreislauf zu gelangen, in den oberen Hautschichten ein.
Nach ca. 4 Wochen muss es erneuert werden, da es mit der natürlichen Hautschuppung verloren geht.
Gelegentliches Schwimmen beeinträchtigt auch hier die Wirkung nicht.
Permithrin ist für Katzen toxisch, es darf also nicht an Katzen angewendet werden. Nach 24 - 48h dürfen Katzen auch wieder engen Kontakt zum Hund haben, da sie es dann auch nicht mehr aufnehmen können.
Auch Exspot besitzt den >Repellens-Effekt<

Frontline Combo

Der Wirkstoff Fipronil+S-Methopren verteilt sich innerhalb 24-48h auf die ges. Körperoberfläche und wird in den Talgdrüsen eingelagert.
Von dort wird es kontinuierlich auf die Haut abgegeben.
Nach dem Auftragen sollte das Tier 48h nicht Baden oder klatschnass werden, danach ist auch hier schwimmen unbedenklich.
Der Wirkstoff ist nicht für Katzen toxisch, kann also auch bei Katzen Anwendung finden.
Frontline scheint das Mittel der Wahl bei einer Flohstichallergie zu sein und findet dort auch vermehrt Anwendung.
Frontline hat keinen >Repellens-Effekt<

Der >Repellens-Effekt<

Dieser Effekt soll bewirken, das die Parasiten gar nicht erst auf das Tier gehen, oder ihn schnell wieder verlassen.
Nun wird aber beschrieben, das die Parasiten gelähmt und getötet werden. Dies kann aber nur für die Parasiten gelten, die kurzzeitig auf dem Tier waren, die anderen vermehren sich munter auf den Liegestellen und Decken weiter und werden so das Tier und den Menschen weiter belästigen.

Einzige Ausnahme bietet hier Frontline ohne diesen >Repellens-Effekt<
Hier muss der Parasit erst das Tier aufsuchen und wird dann in einer Zeitspanne abgetötet, bevor er Schaden anrichten kann. Deshalb kann man natürlich, trotz Frontline, immer wieder mal Parasiten auf seinem Tier beobachten, die aber schon Kontakt mit dem Gift hatten und deshalb als nicht gefährlich einzustufen sind.
Somit wird einer weiteren Vermehrung sofort nachhaltig vorgebeugt.

Zum Schluss noch eine Anmerkung für die Hunde- und Katzenhalter auf Höfen mit anderen Nutztieren, oder Hundehaltern von Reitbegleithunden.
In den Stallungen findet man das ganze Jahr über Flöhe, Läuse und andere Quälgeister, hier kann man nur empfehlen den Schutz vor diesen Parasiten das ganze Jahr aufrecht zu erhalten.